Wer sich für eine neue Terrassenüberdachung mit Sonnenschutz entscheidet, landet fast automatisch bei der Frage nach einer elektrischen Markise. Anders als bei der Nachrüstung eines Motors an eine bestehende Kurbelmarkise geht es hier um eine komplette Neuanschaffung: Gestell, Tuch, Motor und oft auch Sensorik werden von Grund auf neu geplant.
Die Preisspanne bei elektrischen Markisen ist groß – vom kompakten Modell für den Balkon bis zur großen Terrassenmarkise mit Sonderausstattung ist alles dabei. Damit Sie realistisch kalkulieren können, schlüsseln wir die wichtigsten Kostenfaktoren auf: Größe, Montageaufwand und sinnvolle Zusatzoptionen wie eine Wind- und Sonnensteuerung.
Der größte Preistreiber bei einer neuen Elektromarkise ist schlicht die Fläche, die überdacht werden soll. Größere Tücher brauchen ein stabileres und schwereres Gestell, einen stärkeren Motor und mehr Montageaufwand.
Kleine Markisen bis etwa 3 mal 2 Meter eignen sich für Balkone oder kleinere Terrassenbereiche und sind meist mit einem Standard-Rohrmotor ausgestattet.
Mittlere Markisen um 4 mal 3 Meter sind der Klassiker für Einfamilienhaus-Terrassen und decken die meisten Standardgrößen ab.
Große Markisen ab 5 mal 3 Metern oder mit Sondermaßen brauchen häufig eine verstärkte Ausleger-Konstruktion und einen leistungsstärkeren Motor, was sich im Preis niederschlägt.
Neben der reinen Breite und Ausfalltiefe spielt auch die Ausladung eine Rolle: Je weiter das Tuch von der Wand absteht, desto größer werden die Hebelkräfte auf Gestell und Befestigung bei Wind – ein Grund, warum große Markisen automatisch stabilere und damit teurere Ausleger benötigen.
Neben der Größe entscheidet auch die Bauart über den Preis und die Langlebigkeit Ihrer neuen Markise.
Offene Gelenkarmmarkise: Das Tuch rollt sich auf einer offenen Welle auf, die Mechanik bleibt sichtbar. Diese Bauart ist günstiger in der Anschaffung, Tuch und Mechanik sind im eingefahrenen Zustand aber der Witterung stärker ausgesetzt.
Kassettenmarkise: Hier verschwinden Tuch, Ausleger und Mechanik im eingefahrenen Zustand vollständig in einer geschlossenen Kassette. Das schützt vor Regen, Staub und UV-Strahlung und verlängert die Lebensdauer des Tuchs spürbar, kostet aber entsprechend mehr.
Für Häuser mit wechselhaftem Wetter und häufigem Ein- und Ausfahren empfehlen wir aus Erfahrung eher die Investition in eine Kassettenmarkise, da sich der Aufpreis über die Lebensdauer meist auszahlt.
Hochwertige, UV- und witterungsbeständige Markisenstoffe halten deutlich länger und verblassen weniger, kosten aber mehr als einfache Standardstoffe.
Massive Aluminium-Ausleger mit hoher Windwiderstandsklasse sind langlebiger und stabiler bei Wind, schlagen sich aber auch im Preis nieder.
Der Untergrund entscheidet mit: Eine Montage an massivem Mauerwerk ist meist unkomplizierter als an einer Holzfassade oder mit zusätzlicher Unterkonstruktion.
Eine Wind- und Sonnenautomatik fährt die Markise selbstständig aus und bei Bedarf sicher wieder ein – ein sinnvoller Aufpreis, der Tuch und Gestell vor Sturmschäden schützt.
Aus unserer Erfahrung ist die Wind- und Sonnensteuerung bei einer elektrischen Markise keine Spielerei, sondern eine der sinnvollsten Zusatzinvestitionen überhaupt.
Windwächter: Ein Windsensor misst kontinuierlich die Windgeschwindigkeit und fährt die Markise automatisch ein, sobald ein kritischer Wert überschritten wird – auch wenn Sie gerade nicht zu Hause sind. Ohne diese Automatik ist ein aufgespanntes Tuch bei plötzlichem Sturm massiv gefährdet, im schlimmsten Fall reißt der Stoff oder der Ausleger verbiegt.
Sonnenwächter: Ein Sonnensensor fährt die Markise bei starker Sonneneinstrahlung automatisch aus und bei Bewölkung wieder ein. Praktisch für alle, die tagsüber arbeiten und die Markise nicht manuell steuern können.
Beide Sensoren lassen sich bei einer neuen Markise direkt mitbestellen oder auch nachträglich ergänzen, sind aber am günstigsten, wenn sie gleich bei der Erstmontage mit eingeplant werden.
Die folgende Übersicht zeigt typische Preisspannen für elektrische Markisen unterschiedlicher Größe sowie sinnvolle Zusatzoptionen.

Wie bei jeder individuellen Anschaffung gilt: Die tatsächlichen Kosten hängen von Maßen, Material und Montagesituation an Ihrem Haus ab. Ein Vor-Ort-Termin gibt Ihnen ein verbindliches Angebot statt einer groben Hausnummer.
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